Loslassen
Ich hänge an: Gewohnheiten, zu vielen Dingen, Meinungen von anderen, Ideen, die ich nicht umsetze.
Ich lasse mich beeinflussen von: Gewohnheiten von Anderen, Werbung, Meinungen über mich, grossen und kleinen Ideen, an denen ich noch immer festhalte.
Ich flüchte mich in: meine Gewohnheiten, Konsum, Vorsätze.
Loslassen, in die Weite schauen, zu mir finden, einen Schritt zurückgehen, das sind schwierige Unterfangen. Schwierig, weil ich mich mit mir und dem was wirklich zählt auseinandersetzen muss. Schwierig, weil es heisst, bekannte Wege zu verlassen. Schwierig, weil es heisst, sich mit dem auseinandersetzen, was ich mir für mein Leben, für die Menschen in meinem Umfeld, für die Weltgemeinschaft wünsche.
Ich überdenke: meine Gewohnheiten, meinen Besitz, ob die Meinungen anderer für mich wirklich wichtig sind, meine Ideen und Vorhaben.
Ich nehme mir Zeit für: mich, meine Wünsche und Hoffnungen, das was mir wichtig ist und das was ich in und mit meinem Leben anpacken und verändern möchte.
Das kann ich immer tun, jeden Tag aufs Neue, doch vielleicht hilft die Fastenzeit dieses Jahr einen Anstoss zu geben. Vielleicht ist diese Fastenzeit kein Verzicht, sondern eine Einladung. Still zu werden. Weiter zu schauen. Und mir selbst ein wenig näher zu kommen.
Die spirituellen Anregungen des «Paradiesgartens» in den geraden Monaten von 2026 werden gepflanzt von Felicitas Ameling, Theologin und Spitalseelsorgerin. Mehr über die Autorin
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